Präsentation Belehrungsinhalte

Belehrung nach § 43 Infektionsschutzgesetz (IfSG)

Zusammenfassung von Winwork PersonalService GmbH

Bescheinigung des Gesundheitsamtes

Um erstmals eine Tätigkeit im Lebensmittelbereich aufnehmen zu können, benötigt man eine Bescheinigung nach § 43 Infektionsschutzgesetz.

Diese wird vom Gesundheitsamt ausgestellt, nachdem man dort mündlich und schriftlich belehrt worden ist.

Sinn und Zweck des Ganzen ist es, ein Bewusstsein für die Problematik der Übertragung von Krankheitserregern durch Lebensmittel zu schaffen.


 

Wer muss belehrt werden?

Eine Belehrung benötigt jeder, der in irgendeiner Form Kontakt mit unverpackten Lebensmitteln hat bzw. in einem Bereich arbeitet, in dem es unverpackte Lebensmittel gibt:

  • Köche/Köchinnen, Küchenhilfen
  • Kellner, Mitarbeiter in der Gemeinschaftsverpflegung
  • Spül- und Reinigungspersonal in lebensmittelverarbeitenden Räumlichkeiten
  • Schüler/innen und Lehrpersonal hauswirtschaftlicher und nahrungsgewerblicher Klassen
  • etc.

 

Besonders empfindliche Lebensmittel

  • Fleisch, Geflügel und Erzeugnisse daraus
  • Milch und Erzeugnisse auf Milchbasis
  • Fisch, Krebse oder Meeresfrüchte und Erzeugnisse daraus
  • Eiprodukte
  • Säuglings- und Kleinkindnahrung
  • Speiseeis und Speiseeishalberzeugnisse
  • Backwaren mit nicht durchgebackener oder durcherhitzter Füllung oder Auflage
  • Feinkost-, Rohkost- und Kartoffelsalate, Marinaden, Mayonnaisen, andere emulgierte Soßen, Nahrungshefen

 

Persönliche Hygiene

  • Auf saubere Arbeitskleidung ist zu achten!
  • Während der Küchenarbeit das Haar bedecken!
  • Vor Arbeitsbeginn, vor jedem Arbeitsgang und nach jedem Toilettenbesuch Hände gründlich waschen!
  • Verletzungen an Händen und Unterarmen sind sachgerecht zu versorgen und mit wasserundurchlässigem Material abzudecken!
  • Beim Niesen oder Husten von Lebensmitteln abwenden und Taschentuch vor Nase und Mund halten!
  • Rauchen ist im Lebensmittelbereich verboten!

 

Hinderungsgründe nach § 42 IfSG

Tätigkeitsverbot bei Krankheitserscheinungen folgender Erkrankungen:
  • Akute infektiöse Gastroenteritis ( Magen-Darminfekt)
  • Typhus oder Paratyphus, Virushepatitis A oder E
  • Infizierte Wunden oder sonstige Hautkrankheiten (Erreger übertragbar auf Lebensmittel!)
Tätigkeitsverbot bei Ausscheidung von:
  • Salmonellen, Shigellen (Ruhrerreger), EHEC-Bakterien, Choleravibrionen

 

Maßnahmen

  • Informieren Sie sofort Ihren Arbeitgeber!
  • Suchen Sie einen Arzt auf!
  • Das Tätigkeitsverbot nach § 42 IfSG gilt solange, wie Sie krankheitsverdächtig oder krank sind bzw. Krankheitserreger ausscheiden!

 

Die Nachbelehrung

  • Die Nachbelehrung muss dokumentiert werden!
  • Ohne Nachbelehrung verliert die Bescheinigung ihre Gültigkeit!
Wer muss nachbelehrt werden?
  • Jeder Inhaber einer Bescheinigung über eine Erstbelehrung nach § 43 IfSG
  • Jeder Inhaber eines Gesundheitspasses nach §§ 17 / 18 Bundesseuchengesetz
Wer belehrt nach?
  • Der Arbeitgeber alle zwei Jahre und bei erstmaliger Aufnahme der Tätigkeit

 

Bei weiteren Fragen können Sie uns gerne jederzeit kontaktieren!

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